Digitale Interpretationen
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Seit einigen Jahren ist beim
MRV Amicitia das klassisch gebundene Fahrtenbuch in Papierform
durch ein Computerprogramm ersetzt. Dessen Benutzung erfolgt jedoch ganz
traditionell: Vor Fahrtbeginn trägt sich die Mannschaft mit dem Boot und
der Uhrzeit ein und nach Fahrtende mit den gefahrenen Ruderkilometern
wieder aus. Weitere Informationen, wie die Namen der
Mannschaftsmitglieder und vorgefundene Schäden und Mängel am Boot, werden
ebenfalls festgehalten. Seit dieser Umstellung auf elektronische
Daten ist die früher sehr aufwändige Auswertung am Jahresende stark
vereinfacht – jedenfalls, so lange das elektronische System funktioniert und
während des Jahres überhaupt eingetragen werden kann. Manchmal ist es auch im
Zeitalter der digitalen Errungenschaften gut, dass es noch Papier und
Bleistift gibt… Die Auswertung kann unter ganz
unterschiedlichen Gesichtspunkten erfolgen: z.B. eine Aufstellung nach
Kilometern, nach der Anzahl der Fahrten, für
einzelne Trainingsgruppen oder Bootstypen. Es besteht die Möglichkeit, mit
wenigen Mausklicks für jeden Ruderer seine individuelle
Ruder-Statistik zu erstellen. Auch für einzelne Boote können
Statistiken abgerufen und so die Auslastung des Bootsparks nachvollzogen
werden. Eine solche Auswertung ist jedoch nur
dann möglich, wenn die Eintragungen zuverlässig vorgenommen werden. Daher
erfolgt hier die Bitte, im Eintragen sorgfältig wie bisher zu bleiben und
nicht selbstverständlich davon auszugehen, dass die anderen Mitruderer des
Bootes ans Eintragen denken! Die Eintragungen dienen nämlich neben
den Auswertungsaspekten vor allem der Sicherheit der Ruderinnen und Ruderer
und sind auch Grundlage für Versicherungsansprüche. Aber wie war es nun im Jahr 2009? Wie
weit wurde gerudert? Und von wem? Und in welchen Booten? Was sagt uns die
Statistik? Hier zunächst wieder die 30 Ruderer mit
den meisten Ruderkilometern:
Was die Ruderzeitpunkte angeht, so
findet man nahe liegende Vermutungen bestätigt: In den Sommermonaten wird
naturgegeben weitaus mehr gerudert, als zur kühleren Jahreszeit. Der
beliebteste Rudermonat ist offensichtlich, wie auch schon im Vorjahr, der
Mai. Auch die Verteilung auf die Wochentage
war genau so zu vermuten – das Wochenende wird für die Ausübung des
Rudersports am häufigsten genutzt. Bedenkt man darüber hinaus, dass die
„fleißigsten“ Ruderer mit den meisten gefahrenen Ruder-Kilometern nicht etwa aus
dem Regattabereich, sondern von den Freizeitruderern kommen, verwundert dies
umso weniger. Zur Ehrenrettung der Regattaruderer sei aber angemerkt, dass
diese oft auch außerhalb des Vereins, z.B. im Mühlauhafen oder in Heidelberg
trainierten und sich dabei in die dortigen Fahrtenbücher eintrugen.
Wie schon im Vorjahr
war „Eisbär“ das beliebteste Boot und wurde auf 120 Fahrten mit 1090 gefahrenen
Kilometern fast doppelt so weit bewegt, wie der an Platz zwei folgende „Gigi“
mit 548 Kilometern und „Martin“ mit gefahrenen 486 Kilometern. Am häufigsten legten die Ruderer bei den
einzelnen Fahrten eine Distanz zwischen 10 und 15 Kilometern zurück – dies
scheint fast eine Standarddistanz geworden zu sein, da mehr als die Hälfte
aller Fahrten über diese Streckenlänge ging. Zum Abschluss der statistischen Interpretationen ein Zitat des
deutschen Mathematikers und Wirtschaftswissenschaftlers Helmar Nahr: „Statistik ist ein Verfahren, das es gestattet,
geschätzte Größen mit der Genauigkeit von Hundertstel Prozent auszudrücken.“ In diesem Sinne… |