Öffentlichkeitsarbeit
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Foto: LRVBW |
Öffentlichkeitsarbeit sichert die
Existenzgrundlage eines Vereins. Sie ist wichtig, um einen Verein bekannt zu
machen, eine Corporate Identity zu schaffen und zu
festigen, Mitglieder zu werben und diese dann auch im Verein (engagiert) zu
halten. Um den Verein in der Raumschaft bekannt zu machen, für die eigene Sache zu
werben, dazu bedarf es Strategien. Unterstützung erhält der Mannheimer RV
Amicitia hier von seinem Landesruderverband, der im Rahmen von Fortbildungen
nicht nur in sportlicher Hinsicht z.B. in Trainerseminaren qualifiziert,
sondern z.B. auch über Datenschutz in der Vereinsarbeit umfänglich
informiert. So fand im Februar ein eintägiges Seminar im Haus des Sports in
Stuttgart zu dieser Thematik statt, bei dem auch die Amicitia vertreten war. Einen entsprechenden Erfahrungsbericht
schrieb die Teilnehmerin für das zweimal jährlich erscheinende
Verbandsmagazin „Ruderblatt“. Lesenswerte Ausgaben werden beim LRVBW auch zum Download angeboten. In der
ersten Ausgabe 2011 erschien folgender Artikel zum Thema: |
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Jeder hat ein Recht
auf Geheimnisse „Datenschutz in Vereinen“ - Am
zweiten Februarsamstag bot der Landesruderverband in Stuttgart ein Seminar mit
dieser auf den ersten Blick trocken erscheinenden Thematik im SpOrt in Stuttgart an. Was zunächst sehr speziell
anmutete, entpuppte sich jedoch in der praktischen Umsetzung schnell als eine
Veranstaltung, die durch kompetente, teilnehmerorientierte
Aufbereitung kurzweilig und vor allem sehr informativ war. Die Maximalteilnehmerzahl war im Vorfeld
schnell erreicht und so fanden sich trotz strahlendem Sonnschein 18
Vereinsvorstände bzw. –mitglieder aus allen
Landesteilen vom See bis zur Kurpfalz pünktlich in Stuttgart ein. In der
Regel waren es Funktionsträger, die in den Heimatvereinen Webseitengestaltung
und Datenspeicherung in ihrer Verantwortung haben, die von Johanna Kienzerle,
der Vorsitzenden des LRV begrüßt wurden. In dicht gedrängtem Zeitplan
informierten Victoria Krüger und Heinrich Schullerer
von der Zentralen Datenschutzstelle der baden-württembergischen Universitäten
über vielfältige Themenfelder: Rechtliche Rahmenbedingungen wie die
informationelle Selbstbestimmung wurden ebenso in den Blick genommen wie der
sensible Umgang mit Mitgliederdaten, Veröffentlichung von Regattaergebnissen
oder –fotos, Vertraulichkeit von Mailverkehr oder
die Anonymisierung von Daten, um nur einige Beispiele zu nennen. Rechtsgrundlagen auf der einen Seite,
ethische Überlegungen auf der anderen Seite komplettierten an diesem Samstag
das Bild, das sich unter Gefährdung des Persönlichkeitsrechts subsumieren
lässt. Die heute übliche Automatisierung der Datenverarbeitung erhöht die
Verfügbarkeit, Kombinationsmöglichkeit und den Kontextverlust persönlicher
Daten. Wie gläsern der einzelne Mensch dadurch werden kann, wie transparent
seine Lebensbezüge, zeigten die Referenten auf eindrückliche Art. Auf besonderes Interesse stießen die
Hinweise zur Webseitengestaltung und vor allem die Erinnerung daran, dass
„das Internet nichts vergisst“. Seiten wie archive.org speichern
tagesaktuelle Abbilder von Webseiten der vergangenen Jahre, so dass hier auch
alte Rudervereinsseiten über diese Form der „Way-back-machine“
rekonstruiert werden können. Sich hier gemeinsam in Erinnerung zu rufen, dass
der Umgang mit veröffentlichten Daten sehr sensibel geschehen sollte,
hinterließ einen bleibenden Eindruck. Das lichtdurchflutete
Ambiente der Tagungsstätte trug neben der hohen Fachlichkeit der
Lehrgangsleitung dazu bei, dass die Teilnehmerinnen und Teilnehmer
sensibilisiert und mit wachsameren Augen im Blick auf Daten- und
Persönlichkeitsschutz in ihre Vereinsarbeit zurückkehrten. Die Tatsache, dass
genügend Raum gegeben wurde, mitgebrachte Fragen und Probleme aus dem
konkreten Alltag thematisieren zu können und auch Antworten zu erhalten,
machen nun eine fundierte Arbeit im Heimatverein möglich. Aus Sicht der
Teilnehmer ein hervorragendes Seminar, das lohnenswerte Folgeveranstaltungen
nach sich ziehen könnte.
Sabine Hamann |
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