Pfingstwanderfahrt der Freizeitgruppe 2009
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Von Frank Poplow
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Auf Anregung von Nicole führte uns
die Pfingstwanderfahrt diesmal auf den Zürichsee. Eine (rein weibliche)
Vorhut hatte Zürich schon ab Donnerstag erkundet. Freitagabend war unsere zehnköpfige
Rudergruppe schließlich komplett. Die letzten Kilometer der Anreise waren
eine Herausforderung, zu deren Bewältigung alle verfügbaren Navigationsgeräte
zu Rate gezogen wurden. Wessen Navi (oder war es ein Handy?) uns genau über
die Straße leitete, auf der das älteste Gewerbe der Welt praktiziert wird,
wird hier nicht verraten. Nach einem Essen zu später Stunde in der Innenstadt
haben sich wohl alle auf die Nachtruhe im schicken Seeclub gefreut. |
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Der Samstag begann mit einem
ausführlichen Brunch mit herrlichem Blick auf den See. Unsere Ruderfreundin
Kaja, die jetzt mit Jens in Zürich wohnt, besuchte uns dabei mit ihrem
jüngsten Nachwuchs und erzählte uns von ihrem Leben in der Schweiz. Geplant
war, mit zwei Booten bis nach Richterswil zu rudern.
Ein Boot bekamen wir vom Seeclub
Zürich geliehen, das zweite von einem nahegelegenen Damenruderclub. Die
mutigen Ruderer, die das Boot vom Damenruderclub zum Seeclub ruderten, kamen
dabei bereits intensiv mit dem nassen Element in Kontakt: Zwar lachte die
Sonne (lachte sie uns aus?), doch ein starker Wind führte zu so hohen Wellen,
dass jede Menge Wasser ins Boot kam. Leider ließ der Wind im Laufe des Tages
nicht nach, so dass das Rudern ausfiel. Wir vertrieben uns erst einmal die
Zeit mit dem Bau menschlicher Pyramiden und begutachteten die Ruderboote aus
chinesischer Produktion, die eine Delegation aus China mitgebracht hatte. Die
hochliegenden Ausleger dieser Boote hätten uns an unseren Leihbooten auch
gute Dienste erwiesen. Schließlich brachen wir auf zu einem gepflegten
Stadtbummel. Wer sich unter Zürich bislang nur eine Finanzmetropole
vorgestellt hat, wurde überrascht durch eine touristisch attraktive Stadt, in
der ich mich sehr wohl gefühlt habe. UBS & Co. waren in den schicksten
Gebäuden beheimatet; falls die Staatshilfe nicht reicht, ist also noch etwas
zum Versteigern da. Uns zog es allerdings eher in das große Café von Lindt;
da weiß man schließlich, was man bekommt. Auch die Kirche mit einem Fenster
von Chagall durfte im Besuchsprogramm nicht fehlen. Abends sind wir mit den
Autos dann nach Richterswil gefahren, wo wir wie geplant gegrillt und
übernachtet haben.
Am Sonntag führte uns unsere
Rudertour von Zürich nach Rapperswil. Der Wind war immer noch mit von der
Partie, so dass das Vergnügen ein feucht-fröhliches wurde. In Rapperswil
übernachteten wir im schicken Wassersport-Club. Dort gab es sogar
Stockbetten, die jedoch kaum genutzt wurden, obgleich sie wesentlich
einladender waren als die bei der Dresdenia im letzten Sommer. Nachdem wir
das Zentrum von Rapperswil und den Aussichtspunkt hoch über dem See erkundet
hatten, aßen wir in der Stadt zu Abend. Im ersten Lokal sollten wir uns
einigen, wie wir ein paar wenige noch verfügbare Essensportionen auf die
Gruppe aufteilen. Wir zogen dann doch lieber um zu einem netten Spanier, wo
alle auf ihre Kosten kamen.
Auch am Montag blieb uns die Sonne
treu, und morgens war das Wasser noch recht ruhig. Auf dem Rückweg nach
Zürich machten wir unsere Mittagspause in Meilen neben dem Fähranleger. Am
Nachmittag wurde es windiger, und den kleinen und versteckten Damenruderclub
zu finden, wo wir eines der Boote abzugeben hatten, gestaltete sich als
Herausforderung, die wir schließlich souverän meisterten. Dort gab es einen
herzlichen Empfang und einen leckeren Kaffee. Nach einer Dusche im Seeclub
Zürich ging es schließlich auf den Heimweg.
Die Ruderer Alexander, Bärbel,
Christina, Matthias, Michael, Olaf, Ruth und Frank danken dem
Organisationsteam Michi und Nicole ganz herzlich für die gelungene Tour.
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